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Wie ein Babybad dein Geburtstrauma heilen kann

Wie ein Babybad dein Geburtstrauma heilen kann
Baby Heilbad

Nicht jede Geburt verläuft so, wie es sich die Gebärende gewünscht hätte. Manchmal führen Interventionen oder Umstände der Geburtssituation dazu, dass Mutter und Baby aus dem natürlichen Verlauf herausgerissen werden und die Geburt belastend finden. Eine Art der Auf- und Bearbeitung der Ereignisse ist das Baby Heilbad nach Brigitte Meissner.

 

Das Baby Heilbad nach B. Meissner

Das Baby-Heilbad – auch Bonding-Bad, Geburtsbad oder Trauma-Bad genannt – wurde von der Schweizerin Brigitte Meissner entwickelt. Die Hebamme und Therapeutin beschreibt dieses Ritual als intensive Beziehungsförderung, um mögliche, bei der Geburt oder kurz danach entstandene Traumata zu vermindern bzw. sogar ganz zu heilen.

 

Was ist das Heilbad?

Das Baderitual ist eine tolle Erste Hilfe-Maßnahme nach einer Geburt, die nicht so verlaufen ist wie du es dir vielleicht vorgestellt oder gewünscht hättest. Ganz unabhängig davon was passiert ist und wie kurz oder lang die Geburt gedauert hat. Ob dein Geburtserlebnis positiv oder negativ war kannst nur du wissen und kein anderer. Das Heilbad soll die Mutter-Kind-Bindung stärken und intensivieren und das Bonding direkt nach der Geburt nachholen, sofern es zu diesem Zeitpunkt nicht möglich war.

Durch die Nachstellung der Geburt und des ersten Hautkontakts zwischen Mama und Baby wird der natürliche Bindungsprozess wiederholt. Das Baby kann so nochmal neu ankommen und eine positive Unterstützung und Prägung erleben. Durch das intensive Kuscheln wird von Mama und Baby das Liebeshormon Oxytocin ausgeschüttet, welches die negativen Vernetzungen, die durch Störungen und Belastungen entstanden sind, im Gehirn auflösen kann.

Grundsätzlich gilt – je früher das Heilbad durchgeführt wird, desto einfacher und konstruktiver ist es. Es ist aber auch noch lange Zeit nach der Geburt möglich und auch heilsam.

 

Wem hilft das Heilbad

Speziell nach schwierigen Geburten ist das Baby Heilbad eine tolle Hilfe. So ist es heilsam nach Kaiserschnittgeburten oder nach Geburten mit Interventionen durch die Geburtszange oder die Saugglocke. Das Geburtsbad wirkt auch gut bei Mama und Baby, die direkt nach der Geburt aus den verschiedensten Gründen getrennt wurden und nicht ausreichend kuscheln und sich kennen lernen durften. Das Ritual hilft nach zu schnellen oder zu langsamen Geburtsverläufen, bei denen Verlustgefühle im Raum stehen, genauso wie bei Schwierigkeiten beim Stillen. Auch bei Babyblues oder Wochenbettdepressionen sowie bei fehlenden Muttergefühlen ist das Mutter-Kind-Heilbad eine gute heilsame Maßnahme.

 

 

How to: Ablauf des Heilbades

Im Folgenden möchte ich dir nun den Ablauf des Baby-Heilbades näher bringen. Es ist ein wunderschönes Ritual, das du gemeinsam mit deiner Doula oder Hebamme und mit deinem Partner durchführen kannst.

 

Vorbereitung

Zu allererst nimm dir Zeit. Schau, dass du an dem Tag keine wichtigen Termine mehr hast und keinen Besuch bekommst. Schalte Computer, Radio und Handy aus, um nicht gestört zu werden. Das ist allein deine Zeit mit deinem Baby. Nutze sie auch dementsprechend.

Das Heilbad führst du am besten im Schlafzimmer durch. Im Bett kannst du entspannt liegen so lange du und dein Baby es brauchen. Richte ein großes flauschiges Badetuch her, das du auch vorwärmen kannst. Vielleicht magst du den Raum abdunkeln, Kerzen aufstellen und eine Musik aufdrehen, die dir gut tut. Auch die Arbeit mit ätherischen Ölen ist eine Möglichkeit, da Gerüche auch immer eine psychologische Wirkung haben.

 

Das Bonding

Während deine Doula, deine Hebamme oder dein Partner das Baby badet, legst du dich mit nacktem Oberkörper ins Bett. Nach ein paar Minuten wird dir dein Baby nass und nackt auf den Oberkörper gelegt. Das soll den innigen und einzigartigen Moment direkt nach der natürlichen Geburt nachstellen. Gemeinsam hüllt ihr euch in ein flauschiges Badetuch und kuschelt und bondet so lange, wie ihr es braucht und es sich gut anfühlt.

Wenn Tränen kommen, lass sie fließen. Deine Begleitung oder dein Partner können dir tröstend die Hand auf die Schulter legen. In erster Linie soll es ein Raum für Emotionen sein mit wenigen Worten, aber dafür umso mehr Herz. Auch dein Baby wird vielleicht weinen und seine Geschichte erzählen wollen. Das ist kein Grund zur Beunruhigung. Biete ihm die Brust oder ein vorbereitetes Fläschchen an, damit es sein Saugbedürfnis befriedigen kann, dass in dieser Situation oft erhöht ist.

 

Und was kommt danach?

Du kannst das Bonding-Bad öfter durchführen im wöchentlichen Rhythmus. Mit jedem Bad wirst du vielleicht merken, wie etwas in dir heilt und auch dein Baby ruhiger wird. Erfahrungsgemäß solltest du das Heilbad mindestens vier bis fünf Mal wiederholen, damit sich das ganze Potential entfalten kann.

 

 

Quelle: Emotionale Narben aus Schwangerschaft und Geburt auflösen von Brigitte Meissner

 

Du möchtest das Baby Heilbad auch für dich und dein Baby ausprobieren? Kontaktiere mich per Mail, gerne bin ich dir bei der Umsetzung behilflich.

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