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Warum du deine Monatshygiene überdenken solltest

Warum du deine Monatshygiene überdenken solltest
Monatshygiene

Durchschnittlich nutzt eine drei bis sieben Tage im Monat diverse Hygieneartikel, insgesamt kommt sie damit auf 10.000 bis 17.000 Hygieneprodukte in ihrem ganzen fruchtbaren Leben. Das ist ziemlich viel. So viel, dass ein genauerer Blick auf diese Produkte und ihre Inhaltsstoffe in jedem Fall sinnvoll ist. Im Folgenden möchte ich genau das mit dir tun.

 

Was ist drin in Binde und Tampon?

Das Saugmaterial von Einweg-Binden und -Tampons ist üblicherweise Zellstoff aus Viskose. Dieser Zellstoff wird mit hohem Energie- und Wasseraufwand chemisch gebleicht, um weiß auszusehen und damit hygienisch und sauber zu wirken. Drum herum befindet sich sowohl bei Binden, als auch beim Tampon eine dünne Schicht Polyethylen, das den Zellstoff zusammenhält. Dieser Kunststoff enthält meist, aufgrund fehlender Auflagen, Bisphenol-A (BPA), was nachgewiesenermaßen gesundheitsschädlich ist. Binden haben zusätzlich noch eine undurchlässige Polyesterunterseite und einen Klebestreifen, um in der Unterwäsche einen fixen Halt zu haben. Tampons haben Rückholfäden aus einem Polyester-Baumwollgemisch. Wenn ein Applikator dabei ist, ist auch der aus Kunststoff.

Abgesehen von den bedenklichen Inhaltsstoffen verändert die Kunststoff-Monatshygiene außerdem aufgrund fehlenden Luftaustausches und erhöhter Temperatur das empfindliche Mikroklima in der und um die Vagina. Zusätzlich trocknet das Tampon aufgrund seiner hohen Saugfähigkeit die Schleimhäute in der Vagina aus. Das alles kann das Infektionsrisiko erhöhen, zu einem krankhaften Weißfluss und zu vermehrten Menstruationsbeschwerden führen.

 

Ganz schön viel Geld für Müll

Wenn man von 10.000 bis 17.000 einzelnen Produkten und einem durchschnittlichen Preis von 0,10€ pro Produkt (Durchschnitt über günstige und teure Produkte) rechnet, ergibt sich eine Summe von 1.000€ bis 1.700€, die du für dein Blut hinblätterst. Für Plastikmüll, den du nur sehr kurzfristig nutzen kannst, ist das ganz schön viel Geld.

Auch der Anteil an Steuern ist bei der Damenhygiene nicht ohne. Da die Hygieneartikel nach wie vor nicht zu Artikeln des täglichen Bedarfs zählen, sondern zu den Luxusgütern zählen, beträgt der Steuersatz dafür in Österreich 20%.

 

Es gibt Alternativen!

Das alles ist nun kein Grund für dich, dir ein Loch zu graben und dich während deiner Tage darüber zu hocken (obwohl das sicher auch einmal eine spannende Erfahrung ist). Es gibt glücklicherweise sehr viele Alternativen, die ich dir nun ein bisschen näher bringen möchte.

 

Waschbare Binden und Slipeinlagen

Als Alternative zu Einweg-Binden und Slipeinlagen gibt es bereits eine ganze Reihe von Firmen, die wiederverwertbare Produkte anbieten. Diese Binden und Slipeinlagen bestehen normalerweise aus mehreren Baumwolllagen, sowie bei Binden einem Nässeschutz.

Schau dich mal bei Meine Wollke (Slipeinlagen aus Österreich) oder Almo (Stoffbinden, Einlagen und mehr aus Deutschland) vorbei. Dort findest du vielseitige Produkte, um deine Blutung aufzufangen.

 

Menstruationsschwämmchen

Das Levantiner Schwämmchen ist eine natürliche Alternative zum konventionellen Tampon. Der Naturschwamm wird auf die passende Größe zugeschnitten, wie ein Tampon in die Vagina eingeführt und nach dem Entfernen ausgewaschen.

Das Schwämmchen hält ca. 6 Monate. Zwischen den Blutungen sollte es in Essigwasser desinfiziert werden. Danach muss es getauscht werden.

 

Menstruationstasse

Einer weiteren Alternative zum Tampon, der Menstruationstasse (Mondtasse, Menstruationskappe), habe ich bereits einen eigenen Artikel gewidmet. Hier kannst du nachlesen, was die Vorteile der Menstruationstasse sind und wie du das richtige Modell für dich findest.

Ich berate dich gerne kostenlos, wenn du die Menstruationstasse ausprobieren möchtest. Im österreichischen Online-Shop Tassenzeit kannst du deine passende Tasse kaufen.

 

Die freie Menstruation

Eine ganz natürliche Art, deine Menstruation zu zelebrieren, ist die freie Menstruation. Hierbei wird völlig auf Hygieneartikel verzichtet und das Blut direkt im Klo abgelassen. Diese Methode, mit der eigenen Blutung umzugehen, erfordert allerdings ein gewisses Maß an Übung und Einfühlungsvermögen. Es ist eine ganz andere Art, mit dem eigenen Körper umzugehen und kann dir völlig neue Einblicke in deinen Körper und dein Körpergefühl verschaffen.

 

Du siehst also, es gibt eine Vielzahl an Alternativen, die schonend für deine Gesundheit, die Umwelt und auch deinen Geldbeutel sind. Ich möchte dich mit dem Artikel dazu ermutigen, eine oder auch mehrere Möglichkeiten selbst auszuprobieren. Vielleicht bist du dann selbst angenehm überrascht und überzeugt, von den Vorteilen und der Qualität deiner neuen Monatshygiene.

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