Und täglich grüßt das Murmeltier

Und täglich grüßt das Murmeltier

Wer kennt ihn nicht den Film, in dem Bill Murray immer und immer wieder den gleichen Tag erlebt. Oft habe ich das Gefühl, dass sich Anfänger oder Interessierte an der Natürlichen Empfängnisregelung genauso fühlen, wenn sie an das tägliche Messen der Aufwachtemperatur und die Schleimbeobachtung denken. Da muss ich tatsächlich fünf Minuten messen, die Zeit habe ich doch gar nicht. Jetzt habe ich schon wieder aufs Messen vergessen. Am Abend komm ich immer drauf, dass ich keine Schleimbeobachtung gemacht habe. Kommt dir das bekannt vor? 

 

Aller Anfang ist schwer

Zugegeben, aller Anfang ist schwer. Als ich mit Zyklusaufzeichnungen begann schrieb ich mir auch Erinnerungen , war oft genervt oder schob es einfach mal ein paar Tage auf. Doch dann kam mir ein Gedanke, der mich nicht mehr losließ und der mir vor allem sehr half.

Zyklusaufzeichnungen sind nicht nur ein Mittel, um eine Schwangerschaft anzustreben oder zu vermeiden. Vielmehr ist die Natürliche Empfängnisregelung eine Methode, die Auswirkungen auf mein gesamtes Leben hat. Welche Auswirkungen das sind, erkläre ich euch in den folgenden Punkten.

 

Status quo (Wo stehe ich?)

Grundsätzlich dienen die Zyklusaufzeichnungen klarerweise erstmal zur verlässlichen Verhütung bzw. zur Erfüllung des Kinderwunsches. Meine Aufzeichnungen zeigen mir damit auch, in welcher Zyklusphase ich mich gerade befinde und welche Hormone in meinem Körper gerade aktiv sind.

Ich kann daher ganz spezifisch bestimmten Symptomen – wie z. B. Stimmungsschwankungen als Teil des prämenstruellen Syndroms – entgegen wirken. Ich sehe morgens schon, wann meine Regelblutung einsetzen wird und kann mir die benötigte Ruhe schaffen. Und ich weiß, wie sich mein Körper in den verschiedenen Zyklusphasen anfühlt und verhält und kann daher bei Auffälligkeiten sofort reagieren.

 

Quo vadis? (Wo geht’s hin?)

Zyklusaufzeichnungen sind aber auch Teil meines Gesundenprogramms, ein Teil der täglichen Routine. Genauso wie es für Alle normal ist, sich die Zähne zu putzen oder zu Essen, ist die Temperaturmessung für mich zur Normalität geworden. Jeder von uns muss mehrmals täglich auf die Toilette und darüber wird sich niemand beschweren. So ist es für mich Teil des Klogangs, nicht nur Klopapier zu nutzen, sondern auch der damit einhergehende kurze Kontrollblick. Somit kann ich oft schon frühzeitig Veränderungen in meinem Zyklus oder in meinem Körper erkennen und entsprechend reagieren.

 

Bewusst Frau sein

Es geht aber noch viel weiter und tiefer mit den Vorteilen. Durch das bewusste Wahrnehmen der fruchtbaren und unfruchtbaren Tage im Zyklus lernte ich mich ganz neu als Frau kennen. Du siehst dich als ganzen Menschen – Körper, Geist und Seele. Das erzeugt ein ganz neues Lebensgefühl, ein neues Selbstbewusstsein und auch eine neue Wahrnehmung deiner Selbst.

 

Prioritäten setzen

Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.

Es geht also darum, die Natürliche Empfängnisregelung nicht als Gegner zu sehen. Ich baue sie in meine tägliche Routine ein, setze somit Prioritäten, und der Aspekt des hohen Aufwands ist somit von ganz alleine verschwunden. Weil dieser Aufwand einen Sinn bekommen hat.

 

 

Ich hoffe dir mit diesem Beitrag eine neue Sichtweise auf die Thematik gegeben zu haben. Vielleicht möchtest du dazu antworten, ich freue mich über dein Feedback und deine Gedanken dazu.

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